Viele Menschen haben Thermometer in ihrer Wohnung. Es ist einfach praktisch, über die Temperatur informiert zu sein, sowohl was die Innen- als auch die Außentemperatur angeht. Eigene Thermometer sind im Vergleich zu den lokalen Wettervorhersagen im Internet aufgrund der nahen Reichweite im Vorteil. Doch meteorologische Messinstrumente beschränken sich nicht nur auf die Messung der Temperatur.
Fortschrittliche Modelle, zu denen beispielsweise appgesteuerte Wetterstationen gehören, werten mehr Daten aus, treffen Prognosen, geben Hinweise zum idealen Raumklima und vieles mehr. Wir führen ein in die faszinierende Welt der Wetterstationen, die nicht nur denjenigen, die sich von Haus aus für die Geheimnisse der Meteorologie interessieren, einen deutlichen Mehrwert bieten.

Die Funktionsvielfalt von Wetterstationen

Die bekanntesten Wetterstationen sind die handlichen Anzeiger, die oft vor Geschäften und Apotheken hängen. Diese Geräte zeigen neben der Temperatur auch die Luftfeuchtigkeit durch den Hygrometer und den Luftdruck durch das Barometer an. Der Luftdruck erlaubt wiederum gewisse Prognosen über das kommende Wetter. Diese analogen Wetterstationen sind im Fachhandel bereits für 50 Euro zu haben und eine gute Investition in Kundenbindung und Kundenzufriedenheit.

Natürlich sind heute viele Wetterstationen digital geworden und ermitteln ihre meteorologischen Werte über Funk oder satellitengestützt. Im Vergleich zu analogen Wetterstationen bieten digitale Wetterstationen eine größere Funktionsvielfalt. Sie geben zum Beispiel die Wahrscheinlichkeit von Niederschlägen an und messen die Windgeschwindigkeit mit einem Anemometer und die Windrichtung mit einem Anemoskop. Auch können sie dazu fähig sein, Unwettergefahren mithilfe ihrer Sensoren aufzuspüren und sprechen zum Beispiel eine Sturm-, Frost- oder Hitzewarnung aus.

Mit digitalen Wetterstationen zum perfekten Raumklima

Dass das Binnenklima einen starken Einfluss auf unser Wohlbefinden hat, ist längst kein Geheimnis mehr. Die Temperaturen und das richtige Maß an Luftfeuchtigkeit, das in einem Raum zwischen 40 % und 60 % liegen sollte, tragen zum Wohnkomfort, zur Arbeits– wie auch zur Konzentrationsfähigkeit bei. Manche digitalen Wetterstationen haben sich auf ein perfektes Raumklima spezialisiert und unterstützen ihre Besitzer dabei nach Kräften.

Ein Beispiel für die Möglichkeiten, die digitale Wetterstationen beim perfekten Raumklima bieten können, ist die Ermittlung der Luftqualität mit einer Anzeige, die darüber informiert, wann es Zeit ist zu lüften. Andere Wetterstationen zeigen den Kohlenstoffdioxidgehalt im Raum an, damit der Besitzer bei einem deutlichen Überschreiten der Schwellwerte Gegenmaßnahmen ergreifen kann.

Da auch Lärm krankmachen kann und vor allem ältere Menschen mitunter sehr empfindlich auf Lärm reagieren, ermuntern andere Geräte mit einer Lautstärkeanzeige in Dezibel zu einem bewussteren Umgang mit der Lautstärke. Weitere mögliche Features sind Warnungen vor Pollen und einer zu hohen UV-Konzentration der Außenluft.

Außerdem ergänzen differenzierte Geräte die Temperaturanzeige mit einer Anzeige für die gefühlte Temperatur. Ein Beispiel, wie stark diese von der Realtemperatur abweichen kann, ist der Windchill, der auftritt wenn es bei einer Temperatur unter gleich 10 Grad Celsius windig ist. Die Kühle bzw. Kälte wird dann viel intensiver wahrgenommen und korreliert mit der Windstärke. Der letzte Schrei ist ein Wohlfühlindikator mit einer Auswertung aller Klimafaktoren, sodass jeder zur Klimaoptimierung in den eigenen vier Wänden eingeladen und motiviert wird.

Preis und Leistungskriterien

Insgesamt fängt die Preisspanne bei Wetterstationen bei ca. 50 Euro an. Der Spielraum ist groß und die Preise steigen vor allem mit der Funktionsvielfalt der Geräte. Wer beispielsweise das Wetter wie ein Profi messen möchte, sollte durchaus dazu bereit sein, 1.000 Euro für seine Wetterstation zu investieren.

Außerdem sind digitale Wetterstationen tendenziell teurer als analoge und solche mit Display wiederum als solche ohne. Die Zahl der Wettersymbole variiert ungefähr zwischen 4 und 36. Tiefer in die Tasche greifen müssen überdies diejenigen, die eine Wetterstation bevorzugen, die sich mit dem IoT vernetzen lässt, die dafür mit anderen Haushaltsgeräten wie den Fenstern, den Rolläden, den Markisen und anderen sinnvoll kommunizieren kann.

Wer sich für den Mond und die Gezeiten interessiert, kommt bei manchen Modellen ebenfalls zu seinem Recht und erfährt alles über die derzeitige Mondphase. Andere qualitative Unterscheidungen zwischen den verschiedenen Wetterstationen sind die Länge des Prognosezeitraums und die Genauigkeit der Prognosen.